Zum Ende der Saison gibt es leider mal schlechte Nachrichten zu vermelden.
Vorgestern bin ich in die Pinguinkolonie gestiefelt, um einem neuen Projekt nachzugehen: wir wollen versuchen, Audioaufnahmen von Pinguinrufen zu bekommen, da es dazu bisher wenig Forschung gibt und ich durch die geplanten Herzschlagratenmessungen das passende Equipment einmal dabei habe. Es gestaltet sich allerdings recht schwierig, gute Aufnahmen zu bekommen, da die Pinguine leider nicht auf Kommando rufen und wenn, dann meist gleich alle zusammen. Abgesehen davon gibt es auch immer wieder (unnötige...) technische Probleme damit, von plötzlich nicht mehr lesbaren, zu kleinen oder vergessenen SD-Karten bis hin zu falsch eingeschätzten Akkulaufzeiten reichten die Anlaufschwierigkeiten. Daher ist das eine sehr zeitintensive Aufgabe, an der ich mich aber gern an Tagen, an denen von unseren sonstigen Projekten nicht viel machbar ist, versuche. So ein Tag hat sich vorgestern angeboten, da Osama in der Station geblieben ist, um zu versuchen, unsere zweite Drohne für die Fernerkundung in Gang zu bringen.
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| Tonaufnahmen in der Pinguinkolonie |
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| Pinguinkolonie mit der "Krone" |
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| Dicke Brummer |
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| Pinguine bei "Ecstatic Call" |
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| Heimweg bei Traumwetter |
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| Vulkanische Strände |
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| Heiße Quellen im Wasser |
Als ich dann aus der Kolonie zurück kam, schien alles zu passen: Osama hatte die Drohne fertig, das Wetter war perfekt. Also stiefelten wir noch einmal los, in ein kleines Tal hinter der Station, um die Drohne auf ihren weiten Weg zur Kolonie "Punta Sur" zu schicken.
Zur berechneten Ankunftszeit der Drohne nach ca 30 min Flugzeit standen wir auf einem Hügel und erwarteten das vertraute Rotorengeräusch. Die Minuten vergingen, und nach 20 min beschlossen wir, dass es wohl Zeit war, die traurige Wahrheit zu akzeptieren. Irgendwo unterwegs musste etwas schiefgegangen sein. Ob das ein in den Karten falsch eingezeichneter Hügel oder Felsen war, gegen den die Drohne geflogen ist, ein technischer Defekt, oder vielleicht eine Skua, die die Drohne vom Himmel geholt hat, können wir nicht sagen. Gestern versuchten wir dann, den Flugweg der Drohne abzulaufen, um die vorhandene, wenn auch minimale Chance zu nutzen, sie vielleicht doch noch zu finden. Leider erfolglos.

Da wir sehr gut im Arbeitsprogramm liegen und alle wichtigen Sachen erledigt haben, können wir trotzdem soweit zufrieden sein mit dem bisherigen Verlauf der Saison und das Nichterreichen dieser Kolonie ist keine Katastrophe, aber sehr schade um Drohne, Equipment und Daten ist es natürlich trotzdem - ganz abgesehen vom Müll, der jetzt vermutlich irgendwo im Meer treibt.
Von diesem Tiefpunkt erholen wir uns heute erstmal in der Station, es regnet sowieso den ganzen Tag, und machen mal wieder etwas Datenarbeit.
Hallo lottchen,erstmal ganz lieben Gruß von mir,eben aus den Alpen vom tourengehen zurück und auch voller Erlebnisse im Kopf...es ist schön soviele Beschreibungen vom dir zu lesen und die herrlichen Bilder zu sehen. Denkst du,dass es mit dem Vortrag klappen könnte? Schade,dass nicht alles gut aber so ist das Leben...einen Pinguin werde ich bestimmt adoptieren... Alles Liebe und herzliche grüße mami
AntwortenLöschenHallo Du!
AntwortenLöschenhier schneit es, die perfekte Kulisse für einen Auftritt deiner moppeligen Freunde! Also vielen Dank für die schönen Bilder!
die Kiddies und wir freun uns auf dich, Begrüßungsfanfare inclusive, kannst dich also auf was gefasst machen! Genieß deine restzeit, du weißt ich bin bin mordsneidisch.
Ahoi ans Ende der Welt und liebe Grüße von Nora, Sebastian und den beiden kleinen PinguinFans