Freitag, 12. Januar 2018

Schneesturm II

Mal wieder gibt es einen Schneesturm. Diesmal einen, der diesen Namen auch verdient. Bei diesem Wetter ist vorerst defintiv keine Arbeit im Feld möglich, so dass wir wieder im Trockenen bleiben…Schönwetterbiologen 😉


Seit dem letzten Sturm hat sich nicht viel ereignet, beide Tage waren extrem neblig mit Sichtweiten von teilweise deutlich unter 100m. Trotzdem waren wir unterwegs, haben die Kolonie Punta de la Atrevida beflogen, wenn auch mit auf Grund der Sicht mittelmäßigen Ergebnissen. Die Bilder dazu liegen derzeit auf einer SD-Karte mitten im Schneesturm, so dass ich um Verständnis bitte, sie nachzureichen :D

Ich wurde jedoch darauf hingewiesen, dass ein wichtiger Aspekt jegliche Erwähnung im Blog missen lässt: das Essen! Natürlich möchte ich euch das nicht vorenthalten, denn das Essen ist wirklich fabelhaft, zumindest wenn man jegliche Form von tierischem Essen mag. Als Vego kommt man hier nicht durch, so dass ich mich inzwischen auf den Verzicht auf Seafood begrenzen musste. Das machen sie einem aber durchaus recht leicht, da die Speisen bisher immer wirklich lecker sind. Immerhin. Das Frühstück ist für überzeugte Süß-Frühstücker etwas schwierig, es gibt eigentlich nur herzhafte Beläge und vor allem Cornflakes, auf die ich zumindest an Feldarbeitstagen aufgrund der Laktose aber auch lieber verzichte. Aber es gibt eigentlich auch immer leckeres Gebäck (Bagels, Kuchen, Milchbrötchen…) und zur Not kommt man ja auch mal mit nem Butterbrot aus. Für die Feldarbeit bekommen wir dann immer ein kleines Lunchpaket mit heißer Suppe und Brot, Schoki und Käse/Wurst, so dass wir unsere eigenen Vorräte an Riegeln und Schokolade bisher kaum benötigt haben. In der Station gibt es um 3 Mittag und daher dann auch recht spät Abendessen (meistens so gegen 9/10). Das Abendessen besteht eigentlich immer aus zwei Gängen und einem superleckeren Dessert, und davon reichlich. Aber wir laufen ja auch alles wieder ab 😉

Um das Essen (Sowohl Tischdecken als auch Bedienung während des Essens…) kümmern sich immer die zwei „Marias“ (nein, es ist nicht nötig Witze über die Ähnlichkeit zu meinem Namen zu machen, die habe ich aaalle schon gehört!), die auch für das Reinigen des gesamten Gebäudes an diesem Tag zuständig sind, und die besonders tolle Aufgabe haben, früh alle mit Musik ihrer Wahl zu wecken. In zwei Tagen sind Osama und ich an der Reihe, hoffentlich verpassen wir dadurch keinen Flugtag…

Abgesehen vom Essen ist das Stationsleben im Allgemeinen sehr angenehm, ausnahmslos alle Stationsmitglieder sind super nett und aufgeschlossen, es gibt immer was zu lachen, und selbst der Mangel an Privatsphäre ist bisher überhaupt nicht schlimm.

1 Kommentar:

  1. Na du bist ja fleißig in jeder Hinsicht. Soviel laufen und arbeiten und dann auch noch bloggen, stark.um die Erlebnisse mit den Pinguinen in der Brandung beneide ich dich jetzt aber wirklich so richtig!lass es dir weiter gut gehen und genieße die Zeit! ich gehe jetzt schlafen und du isst wahrscheinlich mittag ;-) LG mami

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